

Klar, kann ja nicht über alles bescheid wissen. Dafür hat er ja eine Partei. Er muss halt vorne stehen und ihre Werte kommunizieren.
Klar, kann ja nicht über alles bescheid wissen. Dafür hat er ja eine Partei. Er muss halt vorne stehen und ihre Werte kommunizieren.
Guter Artikel, viele gute Punkte aber ein paar Kritikpunkte gibt es sehr wohl. Ich kenn mich da vor allem beim Thema CO2 Bepreisung aus:
Die Daten die herangezogen werden sind oft sehr lokalisiert, wenn die darüber schreiben dass Schweden weniger CO2 ausstößt heißt dass nicht dass die ihren Konsum gesenkt haben - die Produktion von CO2 intensiven Waren wird da nur langsam ins Ausland verlegt. Es gibt Methoden die CO2 Intensität von Konsum zu messen die zeigen auch sehr eindeutig dass eine Entkopplung der Produktion (oder des BIP als unzureichendes Substitut) von CO2 nicht stattfindet. Weder relativ (d.h. CO2 wächst langsamer als BIP) noch absolut (d.h. CO2 schrumpft obwohl BIP wächst).
Quelle: prosperity without growth, tolles Buch kann ich empfehlen.
Babler gehört kritisiert, er sagt viele überspitzte, vereinfachte Dinge. Aber man muss ihm auch zugestehen dass er nicht 15 Minuten Zeit hat den internationalen Kontext von Freihandel anzusprechen bei so einer Frage, da hört ihm keiner zu.
der kiwara so:
guter tip! danke
Ich hab mehr Interesse ein eigenes Produkt zu entwickeln, Consulting ist halt oft wieder nur für wen anderen hackeln gefühlt. Jetzt grade unterstütz ich mal meine Familie, aber ich glaub im Herbst/Winter werd ich mich mal umsehen was ich so abuen könnte.
Hast du schon was konkreteres?
Wenn die SPÖ gemäßigt links ist, was ich schon sagen würde dann ist der Standard ein gutes Stück weiter Richtung Mitte.
Die Demokraten in den USA sind auch nicht links nur weil die Republikaner immer weiter abdriften.
Aber ja, am ehesten der Standard. Aber die haben auch keinen guten Artikel über die KPÖ rausgebracht.
Links im Sinne von liberalen gesellschaftswerten ja, links im Sinne von anti-Kapitalismus oder anti-Imperialismus nein.
Werteprogressiv und wirtschaftskonservativ. Neoliberal™
Danke :)
Ja das ist echt kein leichter Schritt. Es ist halt täglich offensichtlicher wie die Karten gezinkt sind. Eine gute Startposition in das Leben gibt so extrem viele Vorteile. Trotzdem gut dass du’s versuchst! Neben dem Job noch Nebenprojekte ist nämlich echt nicht leicht. Oft wirds schwierig alles was zu einem guten Leben gehört unterzubringen.
Wir haben gute Zeitungen für liberale und konservative und eine richtig gute reaktionäre/rechte Landschaft.
Gemäßigte, solide Linke Medien gitb’s kaum. Das SPÖ Blatt Kontrast ist bissl clickbaity, das Arbeiterkammer Magazin ist ganz okay aber nie tagesaktuell und der Funke ist schon hart am marxistischen Rand der Realität.
Ich les orf.at, Standard, Profil, Funke, AK-Magazin und gelegentlich Falter Artikel und versuch es halt im Kontext des Mediums zu interpretieren.
Mama nach Komplikationen ausm Tiefschlaf aufgewacht, körperlich geht’s ihr besser aber anscheinend ist man da für eine gewisse Zeit nicht so fit im Kopf. War richtig gemein wie ichs besucht hat. Ich weiß dass es net sie is, aber tut trotzdem weh :( Heftig wie fragil menschliches Leben und Psyche is.
Hast schon über Selbstständigkeit nachgedacht, spiel selber auch schon immer wieder mit dem Gedanken.
Buchempfehlung: Endtimes von Peter Turchin, der Titel ist sehr clickbaity aber das ist ein gutes Framework um die Entwicklungen der letzten Jahre mit Hilfe der Geschichte zu durchleuchten.
Die FPÖ nutzt hier eine Wahrheit die uns alle durchdringt, das Gefühl von Machtlosigkeit und Einsamkeit im Angesicht mächtiger Menschen und Konzerne und macht eine Perversion daraus indem sie die gerechtfertigte Wut auf Klimaaktivist:innen und Migrant:innen lenkt.
Ich bin ja auch bei den ersten dabei die westlichen Neoimperialismus kritisieren - aber Putin ist doch noch eine ganz andere Nummer. Diesem totalitären Diktator auch nur das kleinste Fleckchen Landgewinn zuzugestehen ist doch der absolute Untergang. Der hört dann doch nicht auf, das eskaliert ja weiter.
Klar wärs mir lieber es gäbe Frieden, die Russen fahren heim und geben das Land zurück. Aber das ist leider nicht die Welt in der wir leben. Gibt halt keine leichte Antwort in so einer Situation.
Ich bin da ein großer Fan von marianna mazzucato’s Ansatz.
Sie beschreibt sehr nachvollziehbar wieso Politiker immer machtloser und inkompetenter werden für große Änderungen & was wir tun können.
Dafür gibt’s ja die Forderung, da muss man wohl Gemeinwohl gegen Privatinteresse abwägen
Gut. Problem erkannt.
Nächstes Problem: Jahrzehntelang auf den “faulen Ausländern” herumgehackt, jetzt findet sich bestimmt nicht der politische Wille in die Zukunft zu investieren.
Der Grund warum die Einwanderung so offen ist war doch immer schon weil wir Leute für das kontinuierliche Wirtschaftswachstum brauchten. Je qualifizierter die sein sollen desto mehr Geld muss man da wohl in die Hand nehmen. Das lässt sich nur nicht mit dem derzeitigen Klima von schwarzer Null und Sparpolitik verbinden, welches mMn eh Schwachsinn ist. Bin da bei Keynes, man muss entgegen dem Wirtschaftszyklus Geld ausgeben als Staat - also genau dann wenn Flaute herrscht.
Zusätzlich sollten wir mittelfristig uns überlegen wie wir mit stagnierender oder schrumpfender Wirtschaft umgehen lernen, ewig wird es das nicht spielen. Dafür fehlt aber der gänzlich Weitblick und Motivation.
Klar Fortschritt brauchts, ich finds nur extrem risikoreich alles auf Fortschritt zu setzen. In manchen sparten werden wir auch zurückstecken müssen. Wenn der Fortschritt dann die Fragen beantwortet kann man ja wieder mehr produzieren.
Wenn du weiter ausholst, dann hol ich doch glatt noch weiter aus :D
Viele von den Dingen die “gut für die Wirtschaft” sind schaden entweder den Menschen, der Umwelt oder sind extrem kurzfristig gedacht.
MMn ist das eine Konsequenz daraus dass alles was nicht unmittelbar an Markttransaktionen beteiligt sind als Externalität abgestempelt werden. Das hat nix damit zu tun dass Unternehmer böse sind, das ist systematischer Druck zum Überleben. Unser Wirtschaftssystem stößt an physische Grenzen, das ist in der Ausprägung neu und braucht neue Antworten.
Man kann jetzt argumentieren dass wir ein “race to the bottom” machen sollten, Steuern und Sozialleistungen kürzen und Umweltstandards lockern damit wir mit “green growth” die Kurve irgendwie noch halb packen. Würde ich persönlich jetzt als grob fahrlässig bezeichnen, “austerity” uns Sparpolitik führen sehr oft zu sozialen Unruhen (zB. Italien 1920).
Ich denke dass wenn wir uns eingestehen dass das so mittelfristig nicht weitergeht wir uns was konstruktiveres überlegen könnten. Degrowth, Postgrowth, Donut Economy (grob Postkeynsianismus) - such dir zusammen was davon dir gefällt aber das ist in meinen Augen die einzig sinnvolle Richtung.
Das Gründen und Führen des Unternehmens mit dem Erfolg gleichzusetzen entspringt den ‘great man’ ceo Leuten der 90er. Arbeiter:innen machen Unternehmen so erfolgreich. Als Dank gibt’s lohnsklaverei.
Hab letztens mit ein paar Freunden gesprochen wie die lokalen Feuerwehren langsam aussterben. Richtig traurig zu hören, wie die Mischung aus Landflucht, Zersiedelung und fehlender Ortsgemeinschaft da viel zerstören kann.
Richtig hart da junge Menschen zu motivieren, gerade wenn Schule oder Job immer intensiver werden und die Alternativen immer attraktiver.
Klar, nicht alle der Freiwilligen sind Feuerwehrleute aber die bilden schon immer das Rückgrat solcher Einsätze.
Das ist ja auch legitim. Die SPÖ hat keine tolle Geschichte in den letzten 40 Jahren.
Ich persönlich geb ihm die Chance mich zu enttäuschen 😅